ALWAYS A GOOD START

Feb08

Die Zukunft liegt bei der Corporative-Economy und Open-Source.

Categories // Zukunft im Handel

Man kann es seit vielen Jahren beobachten. Wir bewegen uns weg von einer linearen, eher hierarchischen Struktur, hin zu einer Netzwerk-Ökonomie.

Der Auslöser: Das Internet.

Das Internet erobert langsam aber sicher reale Orte, Dinge und Menschen.

Was aber macht das Internet so attraktiv für uns Menschen?

Das Internet befriedigt unser tiefstes Innneres: Das Kommunizieren mit anderen Menschen. Und das unabhängig von Zeit und Raum.

Sie können plötzlich eigene soziale Netzwerke aufbauen, die so vor ca. 15 Jahren noch unmöglich waren.

Auch für Unternehmen ergeben sich dadurch neue Herausforderungen, aber auch neue Chancen im Umgang und Kommunikation mit ihren Kunden.

Denn die Kunden sind jetzt aktiv, d. h. Sie können im Internet und den Sozialen Medien selbst agieren.

Sie sind interaktiv, d.h. Sie können jetzt mit anderen Menschen auf der ganzen Welt immer und überall kommunizieren.

Sie sind multimedial, d.h. Sie können mit Text, Bild, Video kommunizieren.

Das heißt:

Willkommen in der neuen Netzwerk-Ökonomie.

Denn die Mensch schließen sich zusamnen .

Plötzlich ist es uns möglich kleinere Teams oder auch größere Gruppen mit anderen Usern online aufzubauen.

Und genau diese Interdisziplinarität, also die sehr unterschiedlichen Blickwinkel der Beteiligten, führen dazu, dass Innovationen entstehen. Und zwar in großem Rahmen.

Es gibt viele erfolgreiche Beispiele hierfür: Wikis, Datenbanken, Blogs, Linux usw.

Diese neue Netzwerk-Ökonomie lebt vom freien Fluss von Wissen und Informationen, jenseits von Hierarchien und Silos in den Unternehmen der „Old Economy“.

Es kommen neue Firmen, die mit den Inhalten der Community, der Nutzerfreundlichkeit ihrer Infrastruktur, ihren Knowledge-Management-Systemen wachsen.

Und die brauchen dazu wenig Geld, aber um so mehr Engagement. 

Nicht mehr die Maschinen, der Fuhrpark und die Gebäude entscheiden über den Erfolg.

Es sind künftig die Plattformen, die die Firmen ihren Kunden zur Kommunikation zur Verfügung stellen, es sind die Netzwerke die sie aufbauen und es ist die Art wie sie mit Ihren Kunden künftig auf diesen Plattformen und in ihren Netzwerken kommunizieren.

Warum aber sind viele Firmen der „Old Economy“ mit dieser neuen Netzwerk-Ökonomie überfordert?

Ganz einfach! Diese neuen Plattform und Business-Modelle konnten erst entstehen, als die technischen Voraussetzungen dafür vorhanden waren und die Arbeit so in den digitalen Raum verlagert werden konnte. Und das sind erst ein paar Jahre.

Und dieses neue Business-Modell haben die Geschäftsführer und Manager der Old-Economy in ihrem Studium nicht gelehrt bekommen.

Es liegt also an Ihnen, was Sie daraus machen, inwieweit Sie sich darauf einlassen.

Denn eines ist gewiss. Corporative-Economy, Open-Source sind keine Modeerscheinungen. Sie werden die nächsten Jahre maßgeblich über Erfolg oder Mißerfolg entscheiden.

Ihr

Thomas Haag

 

Jan11

Laupheim fängt an mit Wir-Kultur

Categories // Zukunft im Handel

Man kann es seit ein paar Jahren in meiner Heimatstadt Laupheim beobachten.

Die Digitalisierung frisst Arbeitsplätze. Sei es  in unserer Kreissparkasse oder Volksbank, bei der Stadtverwaltung, beim Metzger, beim Einzelhändler usw.

Und es wird die nächsten Jahre noch weitere Institutionen treffen. Die Handwerker, die Dienstleister und so weiter.

Und das hat einen Grund.

Computer werden immer kleiner, immer schneller und immer intelligenter. Nehmen wir einmal unseren Bankangestellten. Im Grunde gibt er nur noch Daten ein und der Computer sagt ihm, mach dies oder mach das.

Es kristallisiert sich seit ein paar Jahren heraus, dass eine gute Software Dinge inzwischen besser verrichten kann, als ein durchschnittlicher Mitarbeiter.

Vor 15 Jahren lachte man noch über Amazon.

Und heute verkauft Amazon mehr als jeder Einzelhändler und das nur digital.

Und wie reagiert der Einzelhandel? Durch massive Rationalisierung. Sei es beim Personal, ebenso bei den Produkten. Und die Bankverbindlichkeiten nehmen zu.

Das ist alles andere als innovativ.

Was aber tun?

Wir können vom Internet lernen.

Seit Jahren ist im Internet eine aufkommende Wir-Kultur zu beobachten.

Open-Source, Communities, Sharing Economy, sind nur ein paar Begriffe, die das verdeutlichen.

Die Zeit der Einzelkämpfer in den Unternehmen geht langsam aber sicher zu Ende.

In unserer komplexen, vernetzten und vor allem von hoher Geschwindigkeit geprägten Welt sind die Chefs, die alles im Blick haben müssen und auch Patriarchen, die lauter Ja-Sager um sich haben wollen, vorbei.

Es zählt nicht mehr der I-Q des einzelnen Chefs, sondern der Wir-Q einer starken Gemeinschaft.

Wir werden die nächsten Jahre neue Formen von Kooperationen und Kollaborationen sehen.

Neue Formen zwischen Unternehmern und Kunden, Zulieferern und auch Mitbewerbern.

Neue Gemeinschaftsmodelle entstehen.  Getragen nicht nur von Unternehmern, sondern auch von Bürgern.

Das erfordert eine neue Art der Kommunikationsfähigkeit.

Das erfordert eine neue Art der Organisationsfähigkeit.

Das erfordert viel Empathie.

Wer sich auf das Denken mit vielen Köpfen und das Fühlen mit vielen Herzen einlässt, wird erleben, dass auf einmal Dinge geschehen, die weit über das hinausgehen, was am Anfang so vorstellbar war.

Das geht aber nicht mit herkömmlichen Modellen die auf Hierarchien aufgebaut sind.

Das erfordert immer eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Der Nobelpreisträger Muhammad Yunus meinte einmal, er habe zweit Arten von Professoren und Professorinnen gehabt. Seine ersten Professoren waren jene, die an den Eliteuniversitäten lehrten. Von ihnen habe er eine Sorte von Ökonomie gelernt, jene, wie man Unternehmen erfolgreich gründet und steuert.

Die zweite Art von Professoren waren Frauen aus Bangladesch. Analphabetinnen, die zuvor nie mit Geld umgegangen waren, geschweige denn ein Unternehmen aufgebaut hatten. Von ihnen habe er eine völlig andere Ökonomie gelernt. Wie man eine Ökonomie aus absoluter Armut und Gemeinschaft konstruieren und aufbauen kann.

Über diese Art von Ökonomie habe er von den ersten Professoren nichts erfahren, weil sie darüber nichts wussten.

Auch wir brauchen neue Formen der Ökonomie.

Jenseits der alten Regeln und Hierarchien.

In Laupheim sind wir noch ganz am Anfang, aber wir haben bereits begonnen und versuchen dies langsam aber sicher auf mehrere Bereiche auszuweiten.

Ihr Thomas Haag

Dez09

Die Sache mit dem Personalmangel

Er ist seit Jahrzehnten bekannt, der demografische Wandel. In Sachen Personal schlägt er jetzt aber gnadenlos zu.

Personalmangel überall.

Es ist also nicht so, als hätten wir es nicht gewusst. Umso mehr verwundert es, wie viele Firmen damit umgehen.

Der VW-Personalvorstand Horst Neumann gab auf einer Tagung des Bundesarbeitsministeriums in Berlin bekannt, dass VW in den nächsten 10 Jahren massiv in Robotertechnik investieren will, um dem immer bedrohlich werdenden demografischen Wandel entgegenzutreten.

 Die Frage die sich nun stellt ist, kaufen dann die Roboter die Autos?

Der „War of talents“, also der Krieg um immer knapper werdende Personalressourcen beginnt zu toben.

In Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk tobt er schon seit langem.

Es ist inzwischen eine Machtverschiebung von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer zu erkennen, wie sie schon seit vielen Jahren von Anbieter zu Kunden stattfindet.

Es gibt eine neue Macht der Bewerber.

Wer heute in seine Qualifikation investiert, sieht sich vor einer Situation gegenübergestellt, wie sie in der Wirtschaftsgeschichte wohl einmalig ist.

Statt wie bisher Arbeit zu suchen, wird er verzweifelt gesucht. Firmen bewerben sich jetzt bei ihm. Digitale Netzwerke wie Xing, linkedin usw. treiben diese Entwicklung voran.

Früher hieß es bei uns, wenn da beim Daimler denna hocksch, hoschs gschafft. (Wenn du bei Daimler arbeitest, musst du dich um nichts mehr kümmern.)

Menschen kann man nicht mehr mit einer lebenslangen Arbeitsgarantie mental an die Firma binden.

Statt sich zurückzulehnen und zu warten, bis sich jemand auf die Stellenanzeige meldet, müssen Firmen jetzt schnell umdenken.

Es gilt sich möglichst gut in Szene zu setzen, um von den potenziellen Bewerbern überhaupt Beachtung zu finden.

Es entsteht eine neue Form der Selbstinszenierung für Firmen.

Es gilt jetzt nicht nur eine Produktmarke für Kunden zu sein, sondern gleichzeitig eine Arbeitgebermarke für mein Personal.

Das Problem für viele, wird die Umstellung sein. Eine Arbeitgebermarke muss gelebt werden. Worte wie Transparenz, Ehrlichkeit, Wertschöpfung müssen verinnerlicht werden.

Wer sich selber als Top-Arbeitgeber bei facebook und Co. darstellt, muss damit rechnen, dass er bewertet wird. Schließlich lesen die eigenen Mitarbeiter, was da so steht und sie werden sich nicht nehmen lassen, ihre eigene Meinung Kund zu tun, oftmals mit bissigen Kommentaren und zum Teil anonym.

Wenn Sie ein guter Arbeitgeber sind, haben sie ja auch nichts zu befürchten.

Im Gegenteil.

Mit der Digitalisierung und der globalen Vernetzung, erleben wir im Moment einen Tempowechsel, der etablierte Märkte und die darin agierenden Unternehmen aus den Angeln hebt. Das betrifft auch die Arbeitswelt.

Die Frage die sich Ihnen stellt ist: "Bin ich gerüstet für das was da noch kommt?"

Ihr

Thomas Haag

[12 3 4 5  >>